Mitschnitt des Vortrag von Dr. Norbert Bolz.
Den transkribierten Vortrag finden Sie hier.
Jens Seipenbusch, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland: "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, sondern ein globales Kommunikationsmedium." |
Daniel Ek, CEO und Gründer von Spotify: „Im digitalen Markt brauchen wir sowohl die Karotte als auch den Stock. Das heißt, strenge Gesetze, um den Menschen zu helfen, aus Piraten zu legitimierten Downloadern zu werden." |
Simon Renshaw, Manager: „Die Musikindustrie wurde als erstes getroffen, aber mit den steigenden Breitbandzugängen und damit größeren File-Mengen wird die gesamte Kreativindustrie leiden“. |
Stephen Garrett, CEO von Kudos: „Wir laufen Gefahr, dass wir eine Welt erschaffen, in der nichts mehr einen Wert hat. Alles, was wir tun und kreieren, wird verschwunden oder unbedeutend sein.“ |
Björn Ulvaeus, Sänger und Songwriter: „Wir müssen einen Weg finden, um unsere Zukunft zu sichern und dürfen uns nicht vormachen, dass neue Erfolgsmodelle uns auf wunderbare Weise retten werden, während die Musikwelt durch Piraterie zerstört wird“. |
Salvador Cufi, Vorstand des Indie-Labels Musica Global: „Wir können nicht mehr in junge Künstler investieren wie wir es gerne täten.“ |
Lucian Grainge, Chairman und CEO der Universal Group International: „Wir gestalten unsere eigene Zukunft, indem wir neue Wege suchen, um Musik in die Lebensgefühle der Menschen zu bringen“. |
Simon Renshaw, Künstlermanager: „Ich sorge mich darum, dass wir auf eine Welt zusteuern, in der Copyright keinen Wert mehr hat und für niemanden mehr einen Anreiz bietet, die kreative Industrie zu fördern und zu beschützen“. |
Elio Leoni-Sceti, EMI-Music Direktor: „Unser Ziel ist nicht nur die digitale Kompetenz. Unser Ziel ist die Kompetenz für den Consumer.“ |
Moritz Leuenberger, schweizer Bundesrat: "Frieden, Freiheit und Demokratie sind nie das Ergebnis einer neuen Technologie. Sie sind immer das Ergebnis unseres Verhaltens, die Folge unserer Taten." |
Viviane Reding, EU-Kommissar: "Eine meiner wichtigsten Prioritäten in den nächsten Jahren wird es sein, zusammen mit den anderen Kommissaren einen einfachen, verbraucherfreundlichen Rechtsrahmen für die grenzüberschreitende Bereitstellung digitaler Inhalte in der EU zu erarbeiten und dabei einen zuverlässigen Urheberrechtsschutz und eine faire Vergütung der Autoren zu gewährleisten". |
Charlie McCreevy, EU-Kommissar: "Der Schutz der Rechte an geistigem und gewerblichen Eigentum - Urheberrechte, Patente, Marken oder Muster - ist ein Grundstein der wissensgestützten Wirtschaft und ein zentraler Faktor für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas." |
Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt: "Eine Gesellschaft, die das materielle Eigentum mehr schützt als das Geistige Eigentum, ist eine arme Gesellschaft." |
Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin: "Geistiges Eigentum gilt es auch in Zukunft zu schützen, dies auch gerade deshalb, weil sich im Buch der Reichtum verschiedener Kulturen und regionaler Eigenheiten zeigt." |
Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin: "Bücher sind Teil unserer Geschichte, sie sind wirklich ein Kulturgut." |
Lawrence Lessig, US-amerikanischer Verfassungsrechtler: "Even the good become pirates in a world where the rules seem absurd." |
Dieter Gorny, Chef des Bundesverbands Musikindustrie: "Wir erleben immer wieder die Debatte um Gewaltverherrlichung in Film und Fernsehen. Es wird diskutiert, ob Gewalt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt werden darf. Was aber, wenn die Kinder und Jugendlichen gar keinen Fernseher mehr besitzen, sondern durch Filmdatenbanken im Internet surfen, in denen sie alles finden. Darf man sie da alleine lassen?" |
Jens Seipenbusch, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland: "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, sondern ein globales Kommunikationsmedium." |
Dieter Gorny, Chef des Bundesverbands Musikindustrie: "Jeder Urheberrechtsbruch muss klar verfolgt werden, sonst verlieren wir kulturelle Vielfalt und Märkte." |
Horacio Gutierrez, Microsofts Chefanwalt: "Derzeit warten weltweit über 3,5 Millionen Patente auf ihre Überprüfung. Allein in den USA sind es 750.000 offene Patentanträge. Diese zu prüfen, überfordert die zuständigen Ämter und treibt die Kosten auch für die Antragssteller in die Höhe. Außerdem vergeht immer mehr Zeit, bevor ein Patent tatsächlich erteilt wird. Derzeit dauert es drei, vier oder gar fünf Jahre, bis Patente erteilt werden. Dieser Zeitraum ist einfach zu lange, was eine Gefahr für berechtigte Anträge bedeutet. Firmen und Erfinder müssen daher um ihr geistiges Eigentum fürchten." |
Dr. Norbert Bolz, deutscher Soziologe und Philosoph: “Die wichtigste Frage die ein geistiger Arbeiter heute stellen muss: Was ist das Unkopierbare.... Wir dürfen zwei Versuchungen des Internet-Zeitalters nicht nachgeben: dem Kult des Amateurs und dem Wahn des Teams.“ |
Dr. Christian Dreger, Marketing Company President AstraZeneca Österreich GmbH: "In jeder innovationsorientierten und damit auf Forschung und Entwicklung aufbauenden Gesellschaft ist der effektive und sinnvolle Schutz geistigen Eigentums eine Grundvoraussetzung für das Wohlergehen heutiger und zukünftiger Generationen. Ohne Schutz geistigen Eigentums gibt es keine Forschung, ohne Forschung keine Innovationen, ohne Innovationen keine neuen Ausbildungschancen für nächste Generationen und schon mittelfristig keine neuen Arbeitsplätze. Er ist für ein Land wie Österreich standortsichernd und standortfördernd, insbesondere in der heutigen Periode nach der abgeschlossenen Öffnung Osteuropas und einer sich immer stärker vernetzenden und im Wettbewerb zueinander stehenden Wirtschafts- und Wissensgesellschaft. Diese Kräfte wirken bereits seit einigen Jahren, nicht nur in Europa - sondern weltweit." |
Gerhard Krammer, Komponist und Musiker: "Jede Gesellschaft kann sich nur dann konstruktiv, demokratisch und gerecht weiterentwickeln, wenn geistige Leistungen neben der ideellen Anerkennung auch eine materielle Grundlagen für die schöpferisch tätigen Menschen hervorbringen. Liberalisierung hat nur rudimentär mit Freiheit zu tun. Freiheit bedeutet aber Verantwortung, die übernommen werden muss." |
Christian Szabo, Gründer VG-Online: "Die Wirtschaft steht in Korrelation zum Geistigen Eigentum einer jeden Person, dem der Wert zusteht. Solange Wirtschaftssysteme in ihrer Ausführung immer mehr Einfluss auf Personen ausüben, umso weniger Wert kommt dem Geistigen Eigentum einer Person zu. Solange Wirtschaft und Wissenschaft sich an Nullhypothesen orientieren und politisch durchsetzen, wird sich am Wert von Geistigen Eigentum nie etwas ändern." |
MMag. Gerrit Prießnitz, Kapellmeister und Studienleiter Volksoper Wien: "Ich unterstütze diese Initiative aus voller Überzeugung. Nicht nur für die Künstler, für die Zukunft unserer ganzen Gesellschaft ist es von immenser Bedeutung, daß geistiges Eigentum und die dahinter stehende Leistung zu ihrem vollen Recht kommt und nicht weiter ausgehöhlt wird. Dies ist eine essentielle Grundlage unseres kulturellen und ökonomischen Erfolgs." |
Prof. Fritz Peschke, BR-Vors. u. ZBR-Vorsitzender Wiener Staatsoper GmbH: "Das Österr. Urheberrecht ist ausreichend, bzw. ausgezeichnet definiert (Urh.G, Rom-Verträge, etc.)und darf auf keinen Fall verschlechtert werden (bezogen auf die Rechteinhaber)!" |
Dr. Katharina Fundulus, Sekretariat, Einkauf Burgtheater GmbH: "Das geistige Eigentum eines Landes ist der Grundstock auf dem Bildung, Forschung und Entwicklung, die Technik und die Wirtschaft des Landes aufbauen kann. Ist es nicht vorhanden oder nicht ausschließlich für das Land nutzbar, bleibt dieses Land im Wettbewerb und der kulturellen, gesellschaftlichen wie volkswirtschaftlichen Entwicklung im Hintertreffen." |
Christian Fuernholzer, Geschäftsführer fuernholzer industrialdesign: "Ich bin Industrialdesigner und Fotograf, betreibe auch eine Werbeagentur. - Wir sind ständig mit der Argumentation des Wertes und des Schutzes unserer Arbeit für uns und unsere Kunden konfrontiert. Vom Datenklau und anderen Urheberrechtsverletzungen abgesehen, ist es sehr mühsam den Menschen klar zu machen, dass sie nicht Alles gratis haben können was öffentlich publiziert wird, bzw. durch einen Arbeitsstundensatz bezahlt wird. Die Themen Werknutzungsrechte und Werknutzungsgebühren (Copyrightkosten) sind für viele ein Spanisches Dorf. Deshalb begrüße und unterstütze ich diese Iniatitive um mehr Bewusstsein für unsere bestehenden Rechte zu schaffen!" |
O.Univ.-Prof.Dr.phil.Dr.med.habil. Christa Fonatsch, Organisationseinheitsleiterin Department für Medizinische Genetik Medizinische Universität Wien: "Die Gründung einer Plattform "Schutz geistigen Eigentums" erscheint mir angesichts der an den Universitäten verbreiteten, ja üblichen Übernahme von Absätzen,ganzen Seiten und Kapiteln aus wissenschaftlichen Publikationen anderer durch Studenten, Diplomanden, Doktoranden (auch Dozenten und Professoren????) dringend notwendig. Gerne werde ich diese Plattform und ihre Ziele unterstützen." |
Walter Bohatsch, Geschäftsführer Bohatsch Visual Communication: "Im kreativen Prozess begreife ich Gestaltung als unverzichtbares Instrument, um Inhalte ihrer Bedeutung entsprechend zu kommunizieren. Der Schutz des geistigen Eigentums als Resultat solcher Prozesse ist keine natürliche sondern eine kulturelle Angelegenheit. Jedes Land welches diesbezüglich entsprechenden Schutz bietet, betont damit sein Selbstverständnis und seine Haltung bezüglich jener Werte die es bereit ist zu schützen. Darin artikuliert sich eine Mentalität in Bezug auf geistige Leistungen, seien sie vergänglich, gegenwärtig oder auf die Zukunft bezogen. Sowohl Urheber wie auch jene, in dessen Auftrag diese Leistungen vollbracht werden sind davon betroffen." |
Karl Heindl, Leitung Publikumsdienst und Sicherheit Burgtheater: "Um sich Anerkennung, Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Berühmtheit (,....etc.) in seiner Gemeinschaft zu verschaffen - alles menschliche Bestrebungen - bedienen sich die Menschen auch gerne übler Tricks. Schnell kann z. B. Mobbing oder Diebstahl geistigen Eigentums im Spiel sein, ohne dass sich der "Täter" dessen bewusst ist, auch darüber nicht, welcher Schaden entstehen kann. Umso schlimmer, wenn solche Strategien absichtlich eingesetzt werden. Diebstahl geistigen Eigentums ist meiner Meinung nach ein ferngelenkter tätlicher Angriff auf eine Person, die keine äußerlichen Verletzungsspuren zeigt, aber eine tiefe, innerliche Verwundung bewirken kann. Gedanken resultieren auch aus körperlichen Funktionen. Es muss verboten sein, dass jemand aus körperlicher Arbeit eines Anderen ohne Übereinkunft und Entlohnung profitiert und dass dem Geschädigten kein Weg bleibt." |
Dr. Georg Springer, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding GmbH: "Mp3s, Videodownloads und Podcasts... gerade Neue Medien eröffnen ungeahnte Möglichkeiten der Verbreitung von Kulturgütern, die aber auch mehr und mehr außer Kontrolle geraten. Dabei wird vor allem die Frage der Immaterialgüterrechte immer wieder vernachlässigt. Wo aber, wenn nicht gerade im Kunstbereich, ist der Schutz des geistigen Eigentums in jedem denkbar umfassenderen Maße notwendig! Und gerade eine "selbstverständliche" Kulturnation wie Österreich sollte dieses Bestreben ohne jeden Vorbehalt fördern, denn der Schutz des geistigen Eigentums ist eine unverzichtbare, ideelle und existenzielle Grundlage für die Kunstschaffenden - nicht nur - dieses Landes." |
Mag. Sabine Hoffmann, Geschäftsführerin Ambuzzador: "Ideen leben von dem Herz, mit dem sie umgesetzt werden. |
Brian Wilson, Beach Boys, Künstler: "Hier geht es um zwei Dinge. Zuerst einmal die kreative Seite. Wenn ich beschließe, ein Stück MEINER ARBEIT nicht herauszugeben, dann gibt es dafür immer einen guten Grund. Ich habe es geschaffen, also sollte ich das letzte Wort haben, ob es herausgegeben wird oder nicht. Der andere Belang ist natürlich offensichtlich. Die finanzielle Frage. Ich würde niemals erwarten, jemanden zu beschäftigen und ihn dann nicht für seine Dienste zu bezahlen. Wenn Leute Fälschungen kaufen, bekommen der Künstler und der Schöpfer für ihre Arbeit nichts bezahlt. So einfach ist das. Wenn meine Fans der Meinung sind, dass ich nicht in der Lage bin zu entscheiden, welche meiner Arbeiten veröffentlicht werden sollten, und denken, dass ich nicht das Recht haben sollte, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen, warum soll ich mir dann darüber noch Gedanken machen? Der Fan, der sagt, "Mann, du bist der Größte", bestiehlt in Wahrheit Dich und Deine Familie und, was noch schlimmer ist, respektiert Dein Urteil nicht über das, was Deiner Meinung nach würdig ist, Deinen Namen zu tragen." |
Praga Khan, Lords of Acid, Künstler: "Das wird zu einer Katastrophe, besonders für Künstler in unserem Musikgenre. Wir machen Technomusik - die Leute spielen also immer mit ihren Computern. Unser Zielpublikum sind damit die "Techno-Nerds", die riesige Mengen herunterladen. Ich kann Euch sagen, dass wir definitiv 40 % unseres Umsatzes eingebüßt haben, und das ist auch eine Folge des Umstands, dass wir viel in den Vereinigten Staaten arbeiten. Wenn die Leute nach 150 oder 160 Tagen Arbeit im Studio, die man benötigt, um ein Album einzuspielen, es kostenlos herunterladen können, war die ganze Arbeit umsonst. |
Presuntos Implicados, Künstler: "Als Kind träumte ich davon, Musiker und Komponist zu werden, das Leben mit Songs, Lyrik und Melodien zu bereichern, an die man sich erinnert. Genau wie mich selbst sehe ich jeden Tag viele andere Menschen, die mit ihren Anstrengungen und ihrem Talent versuchen, ihr Leben erfolgreich dem wundervollen Beruf des Musikmachens zu verschreiben, aber gleichzeitig sehe ich auch, wie die Musikpiraterie und illegale Kopien aus dem Internet die Leute, die ihren Lebensunterhalt in der Musikbranche verdienen, ihrer Existenz berauben und ihnen somit die einzige Chance vereiteln, Musiker oder Komponist zu sein und würdevoll von ihrer Arbeit zu leben." |
Missy Elliott, Künstlerin: "Beim Hip Hop ging es schon immer um den Traum, den man auch verwirklichen kann - Euer eigenes Unternehmen, Euren eigenen Club, Euer eigenes Fanzine führen. Wenn Ihr Euch von den Schwarzbrennern abwendet, helft Ihr uns, den Weg für die nächste Generation von Unternehmern zu ebnen. Wir bemühen uns nach besten Kräften, Euch die neuesten, heißesten Beats zu bringen, und wir freuen uns, wenn unsere Fans uns ihre Liebe und ihren Respekt zeigen, indem sie in den Plattenladen gehen und das fertige Produkt kaufen." |
Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vertreter des Deutschen Idealismus: "Indem übrigens das Geistesprodukt die Bestimmung hat, von anderen Individuen aufgefasst und ihrer Vorstellung, Gedächtnis, Denken usf. zu eigen gemacht zu werden [, so hat] ihre Äußerung, wodurch sie das Gelernte (denn Lernen heißt nicht nur, mit dem Gedächtnis die Worte auswendig lernen – die Gedanken anderer können nur durch Denken aufgefasst werden, und dies Nach-denken ist auch Lernen) gleichfalls zu einer veräußerbaren Sache machen, immer leicht irgendeine eigentümliche Form, so dass sie das daraus erwachsende Vermögen als ihr Eigentum betrachten und für sich das Recht solcher Produktion daraus behaupten können." † 14. November 1831 |
Thomas Jefferson, dritte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika: "Wer eine Idee von mir erhält, erhält eine Anleitung ohne meine zu schmälern, so wie der, der seine Kerze an meiner entzündet, Licht erhält ohne meines zu verdunkeln." † 4. Juli 1826 |
Heinrich Heine, deutscher Dichter: "Möge auch einmal die Stunde schlagen, wo das geistige Eigentum des Schriftstellers ebenso ernsthaft anerkannt werde wie das baumwollene Eigentum des Nachtmützenfabrikanten." † 17. Februar 1856 |
Immanuel Kant, deutscher Philosoph: "Kunstwerke als Sachen können dagegen nach einem Exemplar derselben, welches man rechtmäßig erworben hat, nachgeahmt, abgeformt und die Copien derselben öffentlich verkehrt werden, ohne dass es der Einwilligung des Urhebers ihres Originals, oder derer, welcher er sich als Werkmeister seiner Ideen bedient hat, bedürfe." † 12. Februar 1804 |
Immanuel Kant, deutscher Philosoph: "Würde es wohl ein Verleger wagen, jeden bei dem Ankaufe seines Verlagswerks an die Bedingung zu binden, wegen Veruntreuung eines fremden ihm anvertrauten Guts angeklagt zu werden, wenn mit seinem Vorsatz, oder auch durch seine Unvorsichtigkeit das Exemplar, das er verkauft, zum Nachdrucke gebraucht würde? Schwerlich würde jemand dazu einwilligen: weil er sich dadurch allerlei Beschwerlichkeit der Nachforschung und Verantwortung aussetzen würde. Der Verlag würde jenem also auf dem Halse bleiben." † 12. Februar 1804 |
Immanuel Kant, deutscher Philosoph: "Diejenigen, welche den Verlag eines Buchs als den Gebrauch des Eigentums an einem Exemplare ansehen und alsdann doch durch den Vorbehalt gewisser Rechte, es sei des Verfassers, oder des von ihm eingesetzten Verlegers, den Gebrauch noch dahin einschränken wollen, da es unerlaubt sei, es nachzudrucken, können damit niemals zum Zwecke kommen. Denn das Eigenthum des Verfassers an seinen Gedanken (wenn man gleich einräumt, dass ein solches nach äußern Rechten statt finde) bleibt ihm ungeachtet des Nachdrucks; und da nicht einmal füglich eine ausdrückliche Einwilligung der Käufer eines Buchs zu einer solchen Einschränkung ihres Eigenthums statt finden kann, wie viel weniger wird eine bloß präsumirte zur Verbindlichkeit derselben zureichen?" † 12. Februar 1804 |
Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vertreter des Deutschen Idealismus: "Das Plagiat müsste daher eine Sache der Ehre sein und von dieser zurückgehalten werden – Gesetze gegen den Nachdruck erfüllen daher ihren Zweck, das Eigentum der Schriftsteller und der Verleger rechtlich zu sichern, zwar in dem bestimmten, aber sehr beschränkten Umfange." † 14. November 1831 |
Victor Hugo, französischer Schriftsteller: "Nichts auf der Welt ist so machtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist." † 22. Mai 1885
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